
Hier mein Brief mit Gedanken, Tipps und Liebhabereien, Sinn und Unsinn für den Monat Februar:
Ihr Lieben!
Wie in jedem Monat, habe ich mich auch diesmal, als ich mir Zeit nahm, um Euch diesen Brief zu schreiben, gefragt, worüber es sich lohnen würde zu erzählen, worüber man nachdenken, worauf man hoffen, sich freuen oder sich vielleicht aufregen und worüber man lachen könnte.
Vieles ging mir durch den Kopf und ich war schon drauf und dran einen hoffnungsvollen "politischen Gedanken des Monats" über dieses Europa zu schreiben, das in meinen Augen viel weniger schwach ist als es erscheinen mag. Ich wollte mich in einem "Trumpolin des Monats" schon aufregen über den gefährlichen Clown, der in Davos rassistische Reden hält (und über all die vielen Duckmäuser und leider wenigen Duckmäusinnen, die dazu schweigen) und der dann heim fährt, um in Minneapolis seine eigenen Leute erschießen zu lassen. Ich wollte die "Rede des Monats", die der kanadische Premierminister in Davos hielt, auseinandernehmen, der von Wirtschaftswachstum und Aufrüstung sprach, koste es was es wolle - Haltung, Sozialabgaben, Werte - und darüber sinnieren, wie viel Unsägliches dort geredet worden sein muß, wenn solch eine Rede als die vielbeachtetste gilt. Und während ich das alles so in meinem Kopf herumwälze, schweift mein Blick zum Fenster hinaus und es beginnt zu schneien.
Und obwohl ich den Winter schon satt habe, kommt mir der Gedanke, oder besser das Gefühl, wie klein doch all diese Machenschaften sind, verglichen mit dem Wunder, dass ein Planet mit rasender Geschwindigkeit durch das All fliegt und ich in einer warmen Stube auf ihm sitze (was tausende Menschen in Kiew momentan leider nicht sagen können - was der "Skandal des Monats" ist) und zusehen kann, wie sich ein Schneekristall auf das andere türmt.
Nun ich gebe diesem Gefühl nach. Hier kommen die ...
Zahlen des Monats
In unserer Galaxie wimmelt es von Sternen und Planeten. Die Milchstraße ist aber nur eine Galaxie von vielen. Allein im beobachtbaren Universum befinden sich rund 200 Milliarden Galaxien. Das heißt, es gibt rund 40 Trilliarden (eine 4 gefolgt von 23 Nullen) Planeten. Jeder vierte davon liegt in einer sogenannten habitablen Zone und bietet wahrscheinlich lebensfreundliche Bedingungen, also ergeben sich rund eine Trilliarde Planeten, auf denen sich seit der Geburt des Universums vor 13,8 Milliarden Jahren möglicherweise Leben entwickelt hat.
Wer weiß, welche Grausamkeiten und Wunder sich auf all diesen Planeten gerade zutragen. Wer weiß, wie viele von ihnen gerade verglühen oder geboren werden. Nur eines ist sicher: Das Leben ist viel, viel größer, als es uns auf dieser oft bedauernswerten Kugel erscheinen mag.
Hier kommen die ...
Worte des Monats
geschrieben von Giordano Bruno im Jahr 1589:
Die Menschheit braucht Menschen, die von der Möglichkeit der Brüderlichkeit im Namen des Wissens und der Forschung zeugen. Ich bin ein Realist - wenn Ihr so wollt, ein Pessimist für die Gegenwart -das ändert nichts an der Tatsache, dass wir Zeugnis ablegen und die Saat für Pflanzen säen müssen, die in der Zukunft Früchte tragen werden. Es ist nicht möglich zu sagen, wann. Aber es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen, Worte zu finden, Gedanken zu formulieren, und zwar in einer Dimension, die dem derzeitigen Schwachsinn entgegengesetzt ist.
Vor allem darf man sich nicht entmutigen lassen....
Das ist das Motto, unter dem unser ...
Kabarett des Monats
steht.
Zu sehen am 14. Februar im
kleinen theater
Salzburg
und am 1. März im
Bürgerhaus
Unterschleißheim
Davor aber kommt in die
Premiere des Monats
am 7. Februar im Salzburger Landestheater.

Video des Monats
"Mach dir keine Sorgen"
und zu hören auf der
Und nun zum ...
Freund des Monats
Harald Martenstein
Wenn sich Harald über etwas keine Sorgen zu machen braucht, dann darüber, dass er gelesen wird. 25 Jahre lang war er der Starkolumnist des ZEITmagazins und ich schätze, seine Kolumne haben wöchentlich etwa eine halbe Million Menschen gelesen.
Seit 8 Jahren schon haben Ossy Pardeller und ich die Freude, mit ihm gemeinsam aufzutreten. Er ist nicht nur ein sehr liebenswerte Mensch, er ist auch das, was man eine Rampensau nennt und setzt seine Pointen so präzise wie überraschend.
Obwohl seine einzige Parteimitgliedschaft in sehr jungen Jahren bei der Deutschen Kommunistischen Partei war, galt er vielen als Rechter, aber es ist völlig sinnlos, ihn so kategorisieren zu wollen. Wenn man Harald in eine Schachtel stecken wollte, dann müsste auf ihr schon eher Folgendes stehen: Witzig, freiheitsliebend, respektvoll, menschenliebend, mutig und nie langweilig. Ja, der Harald ist immer für eine Überraschung gut, denn nach 25 Jahren wechselt er nun von der ZEIT zur >Bild< -Zeitung. Wahrscheinlich wird er dort dann wieder als Linker gelten. Ich werde es wohl nicht erfahren, weil ich ihm dorthin nicht folgen werde. Aber darüber, dass man ihn nicht liest, brauchte sich der Harald noch nie Sorgen machen.
Also, viel Glück lieber Freund!
Hier die ...
Konzerte des Monats
Über unser neues Clempanei-Album und die ersten Konzerte dazu gab es am 26. Januar einen kurzen aber sehr schönen Bericht gestaltet von Astrid Kofler im Südtiroler Fernsehen.
Ihr seid es schon gewohnt, Geschichten über meine Söhne zu lesen, aber heute möchte ich Euch einmal meine ...
Schwester des Monats
vorstellen.
Sie heißt Heidi und es ist mit diesem Namen mehr als konsequent, dass sie eine Jodlerin wurde. Zusammen mit der Schauspielerin und Autorin Brigitte Knapp singt und jodelt sie als Duo Hoja.
Vor nicht allzulanger Zeit haben die beiden im Raetia-Verlag das ...
Buch des Monats
veröffentlicht.
Es heißt "Horchen und Lauschen" und führt auf eine spirituelle und kreative Reise, die sich aus dem Wissen um heilige Frauen im Alpenraum speißt.
Hörspiel des Monats
Am Freitag den 13. Februar ist es als Live-Hörspiel im .kulturraum Oberhofen am Irrsee zu erleben.
Weitere Termine von Meran bis Wien könnt Ihr hier sehen.
Alle, für die der Irrsee, Meran oder Wien unerreichbar ist, können sich
...einen kleinen Eindruck von der Kunst der beiden verschaffen.
Und zum Abschluß noch der ...
Spruch des Monats
"Ich hielt mich früher für unentschlossen,
aber da bin ich mir nicht mehr so sicher."
Steven Wright
Lebt fröhlich!
Euer
Georg
