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Liebe Freunde!

Hier mein Brief mit Gedanken, Tipps und Liebhabereien, Sinn und Unsinn für den Monat September:

 

Politischer Gedanke des Monats

Wie bei den meisten Krankheiten denken viele Menschen und auch die meisten Politiker (nicht nur so dämliche, wie Herr Trump), diese ganze Virus-Scheiße hätte uns ganz unschuldig getroffen, wir werden uns da durchmanagen und dann so schnell als möglich die wirtschaftlichen Folgen beheben. Ich würde das selber gerne glauben. Der Gedanke, dass Theater nie wieder geschlossen werden, gefällt mir sehr. Aber ich habe in meiner Lieblingszeitung einen Beitrag gelesen, der mir anderes suggeriert. Lest selbst:

»Wir fällen Bäume, töten Tiere oder karren sie eingepfercht auf den Markt. Wir zerrütten Ökosysteme und schütteln Viren aus ihren natürlichen Wirten. Wenn das passiert, brauchen die Viren einen neuen Wirt. Oft sind es dann wir«, schrieb der Bestsellerautor und Wissenschaftsjournalist David Quammen im Januar in der New York Times. Ähnlich warnte der Expertenrat des Club of Rome in einem offenen Brief an die Regierungschefs der Welt: »Viele Krankheitserreger sind noch unentdeckt, sodass die uns bekannten Krankheiten nur die Spitze des Eisbergs darstellen.« Covid-19 wird nicht die letzte neue Infektionskrankheit sein, im Gegenteil: Der Klimawandel und die Vernichtung natürlicher Lebensräume werden solche Ereignisse häufiger und bedrohlicher auftreten lassen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Klima-, Umwelt- und Artenschutz schützen auch uns Menschen – vor neuen Krankheitserregern.

 
 

 


Zitat des Monats

„Ich bleibe optimistisch. Wir Menschen neigen dazu, alles an uns zu überschätzen, selbst unsere Dummheit.“

Francesca Melandri

 

 

 

 


Essay des Monats

Bernd Scherer der Intendant vom Berliner "Haus der Kulturen der Welt" hat einen klugen Text über unsere Welt in der Schwebe geschrieben. Er ist nicht gerade kurz geraten, aber wenn Ihr Muse habt

klickt hier!

Der Titel lautet:

 

 


Premiere des Monats

Ihr Lieben, wenn Ihr ab 25. September in eine Vorstellung des medien- und besonders fernsehkritischen Theaterstücks "Network" kommt, bin ich Euer Nachrichtenchef. Gespielt wird im ORF Landesstudio Salzburg und allein schon dieser stimmungsvolle "Originalschauplatz" wird zu einem ganz besonderen Erlebnis beitragen. Außerdem kündigt mein psychisch etwas labiler Nachrichtensprecher (Axel Meinhard) an, sich in der nächsten Sendung umzubringen, meine verhaltensgestörte Kollegin (Britta Bayer) ist einem Verhältnis mit mir nicht abgeneigt, weshalb mich meine treu umsorgende Frau (Mira Huber) aus der Wohnung schmeißen wird, nachdem der fiese Manager (Christoph Wieschke) für meine Entlassung gesorgt hat. Ich denke also, ich könnte Euren Beistand brauchen.

Lest hier mehr über das Stück und über Karten und Termine

 

 

 


Podcast des Monats

Podcasts sind ja beliebt wie noch nie. Es gibt ja auch zur Zeit so viele wie noch nie. Viele von diesen aufgenommenen Gesprächen leben davon, dass sie unterhaltsam sind und haben keinen Anspruch, besonders tiefsinnig zu sein, so z.B. der, den die beste aller Frauen mit Alex Linse macht (klickt hier um reinzuhören!). Andere haben keinen Anspruch komisch zu sein, dringen dafür sehr tief in ihre Themen ein. Besonders der Interviewpodcast "Alles gesagt?", weil er keinerlei Zeitbegrenzung kennt. Die Folge mit Juli Zeh geht über 8 Stunden und erzählt einerseits viel übers Schreiben, bohrt aber auch in vielen wichtigen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit.

Hört hier!

 

 

 

 

 

 


Musikerzitat des Monats

"Wissen redet, Weisheit hört zu."

Jimi Hendrix

 

 

 

 


Buch des Monats

Harald Martenstein, mit dem ich im Herbst wieder auftreten werde (hier die Termine) hat über seine Wahlheimat geschrieben, und wer sich auch nur ein bißchen für Berlin interessiert, wird daran sicher gefallen finden.

Klickt hier!

 

 

 

 


Die

Stipendien des Monats

würden besser nach Berlin, wo vieles nicht oder nur langsam passiert, als nach Hamburg passen, aber sie werden in Hamburg vergeben nach dem Motto: Wir leben in einer Zeit, in der man statt nach ›Erfolg‹ und ›Wirksamkeit‹ besser nach Folgenlosigkeit streben sollte. Welche Handlungen kann ich unterlassen, damit mein Leben keine negativen Folgen für das Leben anderer hat? Zur Förderung der Folgenlosigkeit werden 3 Stipendien für Nichtstun vergeben.

Bewerbt Euch hier!

 

 

 

 


Belohnung des Monats

Wer mir heute einen Obolus für diesen Brief schickt, bekommt als kleines Dankeschön meinen Song "Nichts tun" aus der Zeitlieder2-CD zu hören.

Klickt hier!

 

 

 

 


Mein 

Sereintipp des Monats

heißt diesmal

"When they see us"

Eine großartige Miniserie auf Netflix, die auf einer wahren und tragischen Begebenheit beruht. Neben durchwegs tollen Schauspielern spielt darin Donald Trump eine grausame aber wenig überraschend  dumme Rolle.

Lest hier mehr darüber.

 

 

 

 

 


Köhlmeier des Monats

"Mangel an Schönheit macht, dass ich mich am Hässlichen freue.“

aus Michael Köhlmeiers Buch <Erwarten Sie nicht, dass ich mich dumm stelle - Reden gegen das Vergessen>

 

 

 

 

 


Und der

Song des Monats

kommt diesmal von Philipp Poisel. Ein Schlagzeug mit Besen gespielt, wie ich es mag, ein paar Gitarren, ein guter Text...

hört selbst!

 

 

 

 

 


Vor allem aber lebt fröhlich und seid lieb gegrüßt!

Euer Georg