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Liebe Freunde!

Hier mein Brief mit Gedanken, Tipps und Liebhabereien, Sinn und Unsinn für den Monat Mai:

Vor ein paar Tagen hatte ich Euch eine kleine Zitat-Orgie geschickt, die sich v.a. um den Begriff der Freiheit gedreht hat, lasst mich heute beginnen mit dem

 

 

politischen Gedanken des Monats

Der niederländische Historiker Rutger Bregman sagt: „Die Evolution des Menschen beruht auf Kooperation und Freundlichkeit“ und plädiert in seinem Buch Utopien für Realisten für die Ausrottung der Armut. 

 

 

 

 

Das klingt vielleicht utopisch, ist aber alles andere als unrealistisch, denn die Ausrottung der Armut ist schon lange überfällig und wie uns Jean Ziegler schon seit Jahren nahe bringt, keineswegs unmöglich. Wie kann man nachdem, was wir gerade erleben, überhaupt noch behaupten, wir könnten etwas nicht ändern? Ab heute kann man wenn, dann nur sagen, wir wollen etwas nicht ändern. Z.B. die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln auflösen und für diese Menschen sofort menschenwürdige Lebensbedingungen in unseren europäischen Ländern schaffen. Das ist nicht im Geringsten eine Frage der Möglichkeiten, sondern einzig und allein eine Frage des Willens. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber diese ständige Anstrengung über das Elend hinwegzusehen ist doch unwürdig, oder? Warum schaffen wir das überhaupt? Sie vergiftet unsere Herzen. Wäre es nicht viel erfüllender in vielleicht bescheidenerem finanziellem Wohlstand, dafür aber im Wissen zu leben, dass niemand auf der Welt in extremer Not leben muss?


 

 

 

Essay des Monats

Charles Eisenstein schreibt: "Keines der Probleme unserer Welt ist technisch schwer zu lösen; sie rühren von der Uneinigkeit der Menschen her. Wenn die Menschheit kohärent handelt, sind ihre kreativen Kräfte grenzenlos." Ich denke, er hat recht und es geht einzig und allein darum, was wir wollen, oder was die meisten von uns wollen. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig nicht nur mit Viren, sondern auch mit sinnvollen Wünschen anstecken. Ich wünsche mir eine Pandemie der guten Wünsche!

Eisensteins Essay, eine aufwühlende Analyse der Corona-Krise, gibt es hier.

 

 

 

 


Gute Wünsche des Monats

Hier zwei Internetadressen unter denen Ihr die guten Wünsche bekräftigen könnt, falls es auch Eure sind: 

Petition für eine solidarische Lösung für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Seebrücke
schafft sichere Häfen

 

 

 

 


Jetzt wirds aber Zeit für etwas Dummschwätz und den

 

 

Quatsch des Monats

Podcasts sind auf dem Vormarsch. Viele Menschen reden gern und immer mehr Menschen hören gerne zu. Die beste aller Frauen ist ab jetzt einmal pro Woche im Gespräch mit ihrem besten Freund zu hören. Die beiden können sich selbst nicht entscheiden, "ob das noch Schwachsinn ist, oder schon genial".

Entscheidet Ihr es hier auf deren Homepage.

Oder hier auf Spotify.

 

 

 

 


App des Monats

Außer mit Podcasts vertreiben sich immer mehr Menschen die Corona-Zeit damit, Sprachen zu lernen. Eine App, die beim Vokabeln lernen richtig Spaß macht, ist Lingvist.

Lernt sie hier kennen!

 

 

 

 


Mit der App kann man übrigens auch Spanisch lernen. Da fällt mir der

Witz des Monats

ein. Meist sind Kinderwitze ja nur schwer (ich will nicht sagen erträglich aber) zwerchfellreizend. Dieser, den mir unser Simon erzählt hat, hat mir hingegen sehr gefallen:

Wie heißt ein Spanier, der kein Auto besitzt?

Carlos

 

 

 

 


Spiel des Monats

Wenn man seit Wochen mit seinen Kindern regelrecht zusammen klebt, hilft es, wenn man ein paar gute Spiele zuhause hat. Bei uns wird nach dem Abendessen täglich Elfer raus Master gespielt.

Klickt hier für Infos dazu!

 

 

 

 


Rezept des Monats

Als Schauspieler hatte man schon fast vergessen was das ist, ein gemeinsames Abendessen. Denn in so einer Kasperlfamilie wie der unseren gibt es ja normalerweise kaum einen Abend, an dem alle zuhause sind. Das ist auch gut so, denn die Kasperln gehören auf die Bühne. Wir wollen hoffen, dass sie dort bald wieder hin dürfen. Inzwischen trösten wir uns mit gutem Essen.

 

 

 


Liedermacherzitat des Monats

Alle Schüler und Studenten, denen es immer noch verwehrt wird, in ihre Bildungseinrichtungen zu gehen, können sich mit diesem Satz von Reinhard Mey trösten:

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nicht unbedingt da etwas lernt, wo man hingeht, um etwas zu lernen.“ 

 

 

 

 


Interview des Monats

Im letzten Brief hat Joshua ein kleines Tänzchen für Euch getanzt. Er war so angetan von Euren schönen Rückmeldungen darauf, dass er auch diesmal etwas beitragen wollte. Also hat er mir zugesagt, für die Clementi-Briefe Gespräche mit mir zu führen. Auf seine Frage, über was wir reden werden, antwortete ich: "über Gott und die Welt." Er meinte, bei dieser kleinen Auswahl sollten wir mit Gott beginnen.

Hört hier!

 

 

 

 


Dank des Monats

Viele von Euch haben mir auf den letzten Clementi-Brief ein Feedback geschrieben und manche haben mich sogar mit einer Spende unterstützt. Dafür möchte ich Euch von Herzen danken! Ich hätte nie gedacht, dass dieser Brief einmal eine so große Rolle für mich spielen würde, aber jetzt, da "Applaus zu einem Geräusch aus besseren Zeiten geworden ist, nur in Konserven noch erhältlich", wie Peter Kümmel in der ZEIT schreibt, muntert mich jede Eurer Reaktionen ungemein auf und gibt mir bei allen Entbehrungen doch das Gefühl, in einer nährenden und wohlwollenden Umgebung zu leben.

Wer mich auch diesmal aufmuntern möchte, klickt hier!

Als kleines Dankeschön gibt es wieder den Text eines neuen Zeitliedes zu lesen. Diesmal mit dem Titel "Ich lieb die Ruhe".

 

 

 

 


Serie des Monats

Nicht jeder kann von sich behaupten, in einer nährenden und wohlwollenden Gemeinschaft zu leben. In der großartigen Netflix-Miniserie "Unorthodox" flüchtet z.B. eine junge Frau aus einer ultra-orthodoxen jüdischen Religionsgemeinschaft von New York nach Berlin. Der Spiegel schreibt: „Diese Esthy wird von der israelischen Schauspielerin Shira Haas so eindrucksvoll zwischen Zerbrechlichkeit und Kampfesmut, zarter Durchsichtigkeit und Boxbereitschaft gespielt, dass es einen immer wieder umhaut.“ Ich kann dem nur zustimmen.

Mehr Infos dazu hier.

 

 

 

 


Wort des Monats

Wenn Ihr auch zu denen gehört, die jeden Tag mehrere Videokonferenzen absolvieren, nervt Euch die technische Mauer zwischen Euch und Euren Gesprächspartnern sicher auch schon. Der einzige Vorteil davon (außer das vermeiden von Wegen) ist, dass man dabei sehr gut lernt, nicht gleichzeitig zu sprechen. 

Eine Kulturtechnik, die nicht nur mit Arbeit verbunden ist und sehr hilfreich, um mit seinen Lieben in Kontakt zu bleiben, bekommt gerade einen neuen Namen:

Coronafonieren

 

 

 

 


Homepage des Monats

Wenn Euch einmal niemand anruft, wenn Ihr einmal nicht mehr wisst, wen Ihr noch anrufen sollt, wenn Ihr Euch trotz Lockerungen immer noch eingesperrt fühlt, wenn Ihr das Gefühl habt, Ihr müsst raus in die schöne Welt,

klickt hier

und begebt Euch auf eine akustische Reise, wie Ihr sie noch nie erlebt habt. Setzt den weißen Kreis hin, wo immer Ihr wollt und hört, was die Menschen dort gerade hören. Ein Garten voller Radiosender groß wie die ganze schöne bunte Welt. Viel Spaß!

 

 

 

 


Trieb des Monats

Wenn unser Frohsinn nur halb so schnell wieder wächst, wie die Rebe an unserer Hauswand, haben wir nichts zu befürchten.

 

am 13. April

 

am 20. April

 

am 26. April

 

 

 


Also, lebt fröhlich!

Euer

Georg