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Liebe Freunde!

Hier mein Brief mit Gedanken, Tipps und Liebhabereien, Sinn und Unsinn für den Monat September


 

Schriftsteller-Zitat des Monats

»Der Zweck der Kunst ist es, die Fragen freizulegen, die von den Antworten verdeckt werden«

James Baldwin


 

Auf dem 

Foto des Monats

seht Ihr zwischen Ossy und mir Jad Turjman, der sehr darum bemüht war, Fragen freizulegen.
Wir hatten am 1. Juli einen Benefizauftritt für Little Flower und durften noch einmal an Jads Liebeswürdigkeit, seinem wachen und tiefgründigen Geist und seiner Herzenswärme teilhaben. 

 

Freund des Monats

Jad war Schriftsteller, Comedian und Vermittler zwischen den Welten. Sein Buch "Wenn der Jasmin auswandert" über seine Flucht von Syrien nach Österreich hat mich tief beeindruckt. Jedes Zusammentreffen mit ihm war ein Geschenk.
Am 30. Juli ist Jad tödlich verunglückt. Mit nur 32 Jahren viel zu früh und noch viel zu lebenshungrig.

Ich hätte Jad gerne noch öfter in die Arme genommen, er war ein ganz besonderer Mensch. Für die, die ihn nicht kannten, hat er sich auf der

Hompage des Monats

so vorgestellt:

Ich bin 1989 in Damaskus, schon verliebt in die Magie der Worte und in die List des Dichters, aus der unbeschreiblichen Farbe der Mandelblüten die Nationalhymne zu machen, zur Welt gekommen. Als ich 2014 den Einberufungsbefehl erhielt, entschied ich mich zur Flucht, weil ich keine Waffe in der Hand tragen will und, indem ich das Leben eines anderen nehme, mich von meinem verabschiede. Denn ich bin überzeugt, dass den Friedensbaum mit Blut zu gießen ihn nur ersticken lässt. Als Kind begleitete ich oft meinen Opa, der als Geschichtenerzähler in Kaffeehäusern in der alten Stadt Damaskus arbeitete. Ich war fasziniert von den Farben, Tönen und dem Geschmack in seinen Worten, und wie er Erwachsene mit dicken Schnurrbärten, auf denen ein Adler stehen kann, mit der Macht der Rhetorik in lauschende Kinder verwandeln konnte. Ich träumte davon, auch Geschichtenerzähler zu werden. Und je älter ich wurde, desto unterschiedlicher wurden meine Zukunftsträume. Vom Romanschreiber über Dichter bis hin zum Komiker - aber ich wurde letztendlich zum Flüchtling.

Ja, ich bin der Flüchtling, kennst du mich nicht? Ich bin sehr berühmt.  

Ich bin für den Aufstieg der Rechtsextremen in Europa verantwortlich. 

Ich zahle tagtäglich die Rechnung für die Waffenindustrie mit meinem Schmerz, um sie am Leben zu halten.

Ich bin der Kompass in den Reden so mancher Politiker:innen, vom Anfang bis zum Ende. Denn für sie bin ich gefährlicher als Klimawandel, Pandemie oder Altersarmut.

Ich bin der Gesichtslose, der sich schuldig fühlt, wenn ein anderer Gesichtsloser einen Fehler macht. Ich bin der Gesichtslose, der sich bedroht fühlt von den Berichten der Medien, wenn die Gesichtslosen erwähnt werden.

Ich schreibe, um mir ein Gehör und eine Stimme zu verschaffen.

Ich trete trotz Unsicherheit auf der Bühne auf, damit wir beide über unsere Ängste lachen können.

Ich gebe dir meine Hand, weil ich nicht will, dass du mich als Fremder siehst und ich mich als solcher fühle.

Wir haben Augen, aber wir können einander nicht sehen. Lasst uns einander widerspiegeln.

 

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Stadt des Monats

Als ich von Jads Tod erfahren habe, war ich gerade in der französischen Stadt Tours. Sie ist bei aller Traurigkeit meine Entdeckung des Monats. Man kann sich dort kaum entscheiden, wo man lieber sitzt, an den Schenken am Ufer der Loire, oder in den Bistros am herrlichen Stadtplatz.

 


 

Soundtrack des Monats

Unsere Frankreichreise war begleitet von den Spotifywünschen unseres kleinen Joshis.

Hört hier sein meistgewünschtes Lied!


 

Und kaum waren wir zurück, bin ich mit Ossy auf Konzert-Tournee gefahren...

Wir haben Bergluft geatmet...

Viele Freunde getroffen und mit Harald guten Wein getrunken...


 

Was mich direkt zum

Weingut des Monats

führt:

Joachim Arnold, der uns als Abschluß der heurigen Kammermusikwoche in Mettlach eingeladen hatte, kredenzte uns einen großartigen Riesling von Battenfeld-Spanier.

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Kritik des Monats

Was die Saarbrücker Zeitung über unseren Auftritt mit Harald geschrieben hat, könnt Ihr

hier lesen.


 

Der

Sohn des Monats

ist diesmal wieder der Paul, denn er hat durch sein Einspringen nicht nur die Premiere und die ersten Vorstellungen des Salzburger Straßentheaters gerettet, er hat auch mit seinen Schauspielkommilitonen der MUK Wien ein Stück über Arm und Reich entwickelt, das am 15. September im Salzburger OFF Theater gezeigt wird.

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Vorschau des Monats

Und schon einen Monat später werde ich euch im kleinen theater in der Schallmooser Hauptstraße meinen ganzen musikalischen Stolz präsentieren.

Reserviert Eure Karten hier!

Um die Vorfreude zu steigern, könnt Ihr am Sonntag, den 18. September zwischen 19:03 und 20:00 h die Sendung "Heimspiel" im Kultursonntag von Radio Salzburg hören, in der Ossy und ich zu Gast sein werden und wo wir auch zwei Songs spielen.

Klickt dafür dann hier!

 

Am Dienstag, den 6. September hingegen gehts mit unseren transalpinen Chansons nach Wien ins Theater am Spittelberg.

Bestellt Eure Karten hier!

Alle anstehenden Konzerttermine gibt es hier.


 

Buch des Monats

Über den ganz besonderen Sommer des Jahres 1982 im Salzburger Volksgarten schreibt Claudia Karner in ihrem bezaubernden Buch

"Teatro Spettacolo - ein Sommermärchen"

Hier könnt Ihr reinlesen!


 

CDs des Monats

Solltet Ihr in letzter Zeit auf meinen Homepages versucht haben Zeitlieder-CDs zu bestellen, dann aber weder Zahlungsaufforderung noch CDs bekommen habt, lag das nicht an meiner sommerlichen Trägheit, sondern an einem Fehler auf der Webseite. Die Helden von Site Point haben es inzwischen repariert. Es geht also wieder. Und wenn Ihr auch mal Hilfe bei Eurem Webauftritt braucht, wendet Euch an sitepoint.de


 

Und hier noch der

Spruch des Monats

"21. Jahrhundert ist, wenn du nach einer Woche Urlaub höchstens einen Brief im Briefkasten findest, aber in der Wohnung mindestens zwölf Geräte, die nach Updates schreien."


Nun schicke ich Euch liebe Grüße.

Lebt fröhlich!

denn

„Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling.“

Laotse