Kritiken

 

meinbezirk.at, 03.08.2018

Nach dem Spektakel ist vor dem Spektakel

...Georg Clementi führt nicht nur Regie, er brilliert auch in der Rolle des skrupellosen Premierministers. Das Publikum ist begeistert von der Spielfreude der gesamten Truppe...

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Dorfzeitung, 04.08.2018

"König der Herzen" - Very British!

...Georg Clementi hat Alistair Beatons satirische Komödie, in der mit viel schwarzem Humor karrieregeile Politiker bloßgestellt und ihre unsauberen Machenschaften und Praktiken aufgedeckt werden, mit einem großartigen Ensemble turbulent und rasant in Szene gesetzt...

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What i saw from the cheap seats, 20.07.2018

König der Herzen - Salzburger Straßentheater

...Was bleibt ist eine wunderbare Botschaft, die – bei allen politischen Verschwörungen und sichtlichem Singspaß auf der Bühne – so etwas wie Hoffnung ausdrückt..

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Salzburger Nachrichten, 21.07.2018

Das Straßentheater stürzt ins Vulgäre ab

... wirft mit Wörtern wie "Scheiß-Erzbischof", "scheiß-korrekt" und "Scheiß-Puff" um sich...

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SN-Leserbrief dazu vom 31.07.2018

Vergnügliches Straßentheater

... Vor allem die von Ihnen hauptsächlich angeprangerte Fäkalsprache kam in weitaus geringerem Maß als von Ihnen zitiert im Text vor und wurde von uns wie offenbar auch vom Publikum generell nicht als unpassend, sondern dem satirischen Charakter des Stückes entsprechend empfunden.

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SN-Leserbrief dazu vom 08.08.2018

Politisch brisantes Straßentheater

... So kann man ein spannendes Theaterstück und eine ebensolche Inszenierung kaputtschreiben...

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SF- und SN-Leserbrief dazu vom 27.08.2018

Ein Lob dem Straßentheater

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SN-Leserbrief dazu vom 28.08.2018

Neuversion des Straßentheaters

... "Oh, du lieber Augustin, alles ist hin"...

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What i saw from the cheap seats 18.03.2018

Viel Lärm um Nichts - Landestheater Salzburg 

...Georg Clementis und Britta Bayers Interpretation von „Zwei kleine Italiener“ – die an Komik schwer zu überbieten scheint. Mit kleinem, nostalgischem Polizia-Dreiräder kracht das Duo Infernale in regelmäßigen Abständen in Hauswände. Gewöhnungsbedürftig ist nicht nur sein wunderbar verdrehter Gang, sondern auch die gleichermaßen irritierende Aphorismen-Legasthenie, an der Georg Clementis Gerichtsdiener selbstbewusst laboriert...

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Amberger Zeitung - 07.03.2018


inFranken.de 04.03.2018

Furioses Theatersolo berauscht in Elsa

Wie Georg Clementi mit einem Bühnenmonolog nach dem Roman "Vino dentro" in die Welt des Weins entführt.

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Georg Clementi faszinierte mit seinem Programm "Solo Vino" im Elsicher Dorfhaus.Foto: Jochen Berger

Rätselhaft ist die Macht des Weines. Der Wein berauscht und benebelt. Er schenkt Verzückung und bestraft mit Verzweiflung. Auf der Bühne ist der Rebensaft ein überaus vielseitig einsetzbares dramaturgisches Mittel - zum Beispiel als Liebestrank auch in der Oper. Bei Gaetano Donizetti wird daraus eine Opera buffa, bei Richard Wagner ein bedeutungsschwangeres Musikdrama mit Toten auf allen Seiten.

Minimaler äußerer Aufwand

Auch im Sprechtheater bietet der Wein mit seiner berauschenden Wirkung und seinen unerfreulichen Nebenwirkungen reichlich Stoff.
In Fabio Marcottos Roman "Vino dentro", den Antonio Caldonazzi in einen packenden Theatermonolog verwandelt hat, wird aus der Passion für den Wein eine selbstzerstörerische Leidenschaft.

Georg Clementi, in Salzburg lebender Schauspieler aus Südtirol, zieht das Publikum im Elsicher Dorfhaus mit diesem szenischen Monolog von der ersten Sekunde an in Bann. Sein Gastspiel in der Reihe Elsa 47 wird zum Musterbeispiel dafür, wie sich mit minimalem äußerem Aufwand maximale Wirkung erzielen lässt. Ein kleiner Tisch, ein leeres Weinglas, zwei, drei weitere Requisiten - mehr benötigt Clementi nicht, um das Publikum in Elsa in Bann zu ziehen.

Berauschende Erlebnisse

"Die Welt des Weines wird zunehmend meine Welt", gesteht Georg Clementi in der Rolle des Mariano Cuttin ganz am Anfang. Wie sich der unscheinbare Bankangestellte in einen Weinkenner par excellence verwandelt - diese Verwandlung wird in Georg Clementis Darstellung zum furiosen Solo.

Kometenhafter Aufstieg

Mit Akribie und zunehmender Besessenheit vertieft sich Cuttin in die Welt des Weines - und muss erkennen: diese Welt ist schier endlos. Italien und Frankreich, Sauvignon und Barolo, Chardonnay und Riesling - Mariano Cuttin vertieft sich entkorkend und probierend immer tiefer in die Feinheiten des vergorenen Rebensaftes. Er verliert sich im Kosmos berauschender Geschmackserlebnisse, folgt den Sinneseindrücken von Nase und Gaumen in immer feineren Nuancen und erlebt in kurzer Zeit den komentenhaften Aufstieg zum Wein-Guru, wird schließlich gar gefeiert als Schamane des Weines.

Verzückt oder verrückt? Dieser Mariano Cuttin verliert immer mehr den Bezug zur banalen Welt des Alltags. In Antonio Caldonazzis Bühnenfassung des Romans von Fabio Marcotto entfaltet Georg Clementi mit Präzision und Intensität den virtuosen sprachlichen Reichtum des Textes. Nur mit der Magie der Worte lässt Clementi die berauschende Wirkung des Weines spürbar werden - eine berauschende Wirkung, die beim Helden dieses Romans eine irritierende, geradezu kafkaeske Verwandlung bewirkt.
Das begeisterte Publikum dankt mit heftigem Beifall.

Autor: Jochen Berger